Das Land investiert rund 43 Millionen Euro für 25.000 Digitalfunkgeräte und digitale Leitstellentechnik, so das Innenministerium am Montag. "Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Einführung des Digitalfunks in Nordrhein-Westfalen", erklärte Innenminister Ingo Wolf. Gewerkschaftsvertreter der Polizei hatten in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert, dass Deutschland mit der Funktechnik Schlusslicht in Europa sei. Auftrag für Lieferung und Installation der digitalen Technik wurde erteilt. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Leitstellen mit der neuen Technik ausgerüstet werden.

Der Digitalfunk soll künftig bundesweit den Analogfunk ersetzen. Er soll abhörsicher sein, eine bessere Sprachqualität haben und auch Daten wie etwa Fotos digital übertragen. Allein in NRW rüsten 47 Kreis- und drei Landesbehörden der Polizei sowie 518 Feuerwehren und Hilfsorganisationen um. Das betrifft 26.000 Fahrzeuge und 80.000 Funkgeräte. Außerdem werden 40.000 Polizisten und mehr als 120.000 Mitarbeiter bei Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen für den Digitalfunk fit gemacht.

(Michael Michalski 27.01.2010)