Düsseldorf (ddp-nrw). Nordrhein-Westfalens SPD-Landeschefin 
Hannelore Kraft kann bei der Ministerpräsidenten-Wahl Mitte Juli im 
Düsseldorfer Landtag nicht mit Stimmen von den Liberalen rechnen. Die 
FDP-Fraktion beschloss nach Angaben ihres Vorsitzenden Gerhard Papke 
am Dienstag einstimmig, bei der Wahl von Kraft geschlossen mit Nein 
zu stimmen. «Frau Kraft wird in keinem Wahlgang auch nur eine Stimme 
von der FDP erhalten», sagte Papke. 

Zudem wolle die FDP eine rot-grüne Minderheitsregierung weder 
politisch noch personell unterstützen, sondern ihr als «klare und 
wirksame Opposition entgegentreten», sagte der Fraktionschef. Er 
kritisierte, dass die geplante Koalition «in Wahrheit auf der 
Unterstützung durch die Linkspartei» basiere, die wegen ihres 
linksextremistischen Charakters vom Verfassungsschutz beobachtet 
wird. Dies könne die FDP nicht mittragen. 

Am 13. oder 14. Juli soll Kraft zur ersten Ministerpräsidentin von 
Nordrhein-Westfalen gewählt werden. Der geschäftsführende 
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte am Samstag angekündigt, 
nicht gegen Kraft antreten zu wollen.