Das Maß der Dinge
Heute (15.03.2010) war - ohne jetzt auf den Artikel im Einzelnen eingehen zu wollen - dem Wirtschaftsteil der Rheinischen Post die Überschrift zu entnehmen: “Henkel-Chef verteidigt Porsche-Dienstwagen“. Mein erster Gedanke: auch wenn eine Mercedes S-Klasse, ein 7er BMW oder ein Audi A8 in einer vergleichbaren Preisklasse liegen und als Dienstwagen eines deutschen Wirtschaftsführers eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz erfahren, läuten sofort alle Sensoren für ein vordergründig unsensibles Verhalten, wenn sich der Chef eines internationalen Unternehmens einen viertürigen Porsche-Panamera als Dienstwagen „leistet.“
Nur eine Seite weiter tituliert die RP im Gesellschaftsteil unter Rubrik „Leute, Leute“: „Klaus Ernst, designierter Vorsitzender der Linkspartei, unternimmt in seiner Freizeit gern Spritztouren in seinem Porsche 911.“ Sieh mal einer an, dachte ich. Einen auf „Fundamental -Sozi“ machen und dann mit einer „Kapitalistenschleuder“ die Umwelt verpesten. Aber weitgefehlt, die Erklärung für das Schicksal, einen Porsche fahren zu müssen, ergibt sich aus dem weiteren Beitrag: “Da er kinderlos sei und kein Haus habe, habe er sich vor zehn Jahren den Sportwagen geleistet“, sagte Ernst der „FAS. „Einen Widerspruch zu den politischen Forderungen seiner Partei sehe er nicht. Die Linken forderten schließlich nicht, dass die Menschen in Armut leben sollten.“
Nun ja. Es bleibt trotzdem die Frage, wie viele Leute können sich - pardon leisten sich - einen Porsche? Anstatt eines Hauses, um ihren Familien ein (Eigen)heim zu bieten. Anstatt mit der Anschaffung eines langlebigen Wirtschaftsgutes eine Altersvorsorge zu treffen. Anstatt die Kosten für ein Haus oft ein Leben lang abzustottern. Anstatt das geschaffene und immer wieder neu versteuerte Eigentum ihren Kindern zu vermachen. Anstatt ihren Kindern eine Unterstützung für die eigene Familie zu sein. Anstatt in der Hoffnung zu leben, vielleicht im Kreis der Familie alt werden zu können. Anstatt…….
Nun ja. Als ein von der Pike auf „gelernter“ Gewerkschaftsfunktionär und überzeugter Fundamentalsozialist weiß man eben zwischen Armut und Bescheidenheit zu unterscheiden und Vorbild zu sein für die vielen Vertreter des ungebändigten Kapitalismus und den Mitgliedern neoliberaler und marktradikaler Parteien.
Nur eine Seite weiter tituliert die RP im Gesellschaftsteil unter Rubrik „Leute, Leute“: „Klaus Ernst, designierter Vorsitzender der Linkspartei, unternimmt in seiner Freizeit gern Spritztouren in seinem Porsche 911.“ Sieh mal einer an, dachte ich. Einen auf „Fundamental -Sozi“ machen und dann mit einer „Kapitalistenschleuder“ die Umwelt verpesten. Aber weitgefehlt, die Erklärung für das Schicksal, einen Porsche fahren zu müssen, ergibt sich aus dem weiteren Beitrag: “Da er kinderlos sei und kein Haus habe, habe er sich vor zehn Jahren den Sportwagen geleistet“, sagte Ernst der „FAS. „Einen Widerspruch zu den politischen Forderungen seiner Partei sehe er nicht. Die Linken forderten schließlich nicht, dass die Menschen in Armut leben sollten.“
Nun ja. Es bleibt trotzdem die Frage, wie viele Leute können sich - pardon leisten sich - einen Porsche? Anstatt eines Hauses, um ihren Familien ein (Eigen)heim zu bieten. Anstatt mit der Anschaffung eines langlebigen Wirtschaftsgutes eine Altersvorsorge zu treffen. Anstatt die Kosten für ein Haus oft ein Leben lang abzustottern. Anstatt das geschaffene und immer wieder neu versteuerte Eigentum ihren Kindern zu vermachen. Anstatt ihren Kindern eine Unterstützung für die eigene Familie zu sein. Anstatt in der Hoffnung zu leben, vielleicht im Kreis der Familie alt werden zu können. Anstatt…….
Nun ja. Als ein von der Pike auf „gelernter“ Gewerkschaftsfunktionär und überzeugter Fundamentalsozialist weiß man eben zwischen Armut und Bescheidenheit zu unterscheiden und Vorbild zu sein für die vielen Vertreter des ungebändigten Kapitalismus und den Mitgliedern neoliberaler und marktradikaler Parteien.
Michael Michalski









